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Haltung

Haltung des Weissbauchigels

Haltung  ~ Verhalten  ~ Beschäftigung ~   Anschaffung  ~   Zucht

Die kleinen, niedlichen "Zwergigel" werden seit vielen Jahren bereits in Amerika als Heimtiere gehalten und werden auch hier immer beliebter. Ursprünglich als Wildigel importiert, werden sie heute regelmässig und in vielen verschiedenen Farbformen nachgezüchtet. Man könnte sie zwischenzeitlich als domestiziert bezeichnen.

Weissbauchigel sollten am sinnvollsten in Terrarien gehalten werden. Da sollte als wasserdichte Unterlage eine Teichfolie oder ähnliches verlegt werden. Darüber kommt am Besten ein handelsübliches Kleintierstreu wie beispielsweise dieses:






Als Badesand dient ein Sand für Nager bzw. Chinchillas.





Als Nestmaterial nehme ich Baumwolleinstreu z.B. "no smell". Auf Heu sollte verzichtet werden, da der Igel sich das um die Füsschen wickeln kann und diese dann abgeschnürt werden können. Auf Stroh verzichte ich auch, damit könnte sich der Igel das Auge verletzen.




Ansonsten habe ich noch eine kleine weiche Flies-Kuscheldecke in den Häuschen (eine Babydecke, in 4 Teile geschnitten).

Im Terrarium sollte auf jeden Fall eine Wärmequelle sein, damit untertags, wenn sie pennen, eine Temperatur von 26/27 Grad herrscht, nachts reichen dann 20-22 Grad aus. Dazu eignet sich eine Keramik-Wärmelampe.
Ist die Temperatur zu niedrig oder schläft der Igel alleine in einem Häuschen am Boden (der kälter ist als die Umgebungstemperatur) kann er auch mal "einfrieren", d.h. er fällt in eine Kältestarre und fühlt sich eiskalt an. Dann sollte er sofort wieder schonend "aufgetaut" werden mit einer Wärmelampe, Wärmflasche oder seiner eigenen Körpertemperatur, wenn man sich ihn unter den Pulli steckt.
Das sollte aber nicht häufiger vorkommen!

Am Besten morgens kontrollieren, wo die Igel schlafen und ob sie warm sind. Ansonsten ins OG möglichst zu den anderen setzen. Man kennt dann schon die Igel, die dazu neigen. 

Der Igel möchte auch gerne beschäftigt oder bespasst werden, daher braucht er auch Spielzeug wie Küchenrollen, Futterbälle oder geeignetes Katzenspielzeug. Laufrad ist Ansichtssache, aber bei mir steht in jedem Terra ein Laufrad.

Bälle zum Befüllen mit Futter/Leckerchen:


Trotzdem brauchen die Stachler täglich Freilauf in einem igelsicheren Zimmer, denn sie neigen bei zu viel Futter und wenig Bewegung dazu, moppelig zu werden. Im Freilaufzimmer sollte sich  dann auch Spielzeug, Tunnel und Höhlen befinden. Ideal wäre es, wenn das Terra im selben Zimmer steht, dann könnten sie alleine raus und rein und könnten die ganze Nacht im Zimmer wuseln.

Spielzeug zum Rumtragen:



Es gibt viele Igelbesitzer, bei denen die Igel in ein kleines Katzenklo gehen, bei mir sind es nur wenige.
 
Ein Weissbauchigel kann ein richtiges Kuscheltier sein oder ein übellauniger Nuffler, das liegt am Charakter
des Individuums. Wenn man sich so ein Tier anschafft, kann man ein zutrauliches Tier bekommen oder ein scheueres. Man muss dann das Tier so nehmen, wie es eben ist.

Wenn ein Igel sich irgendwie bedroht fühlt, rollt er sich zusammen und nufft (hüpft hoch wie ein Flumi) und gibt drohend klingende Laute von sich (wie knurren beim Hund).
Es gibt aber auch liebe Igel, die sich nie einrollen und Stacheln aufstellen gar nicht kennen.

Trotz allem ist ein Igel kein Kinderspielzeug, er ist nachtaktiv und sollte untertags nicht geweckt werden. Und wenn er sich einrollt und stachelt, hat ein Kind schnell die Freude an dem neuen Hausgenossen verloren. Darüber sollten sich die Eltern im klaren sein.

Auch Igel können mal krank werden.
Wichtige Vorbeugung ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung, d.h. hochwertiges, abwechslungsreiches Futter. Vor allem in der Wachstumsphase sehr wichtig, da Igelkinder von falscher Ernährung, wie andere Tierkinder auch, Rachitis bekommen können. Ich gebe daher grade den Jungtieren vorbeugend Nekton MSA 1-2mal wöchentlich übers Futter.

Wenn man sich nun für einen Weissbauchigel entschieden hat, sollte man sich einen Züchter suchen, der einen vertrauenserweckenden Eindruck macht. Ein guter Züchter wird vor und nach dem Kauf beraten und auch hinterfragen, wie die zukünftigen Igelbesitzer sich auf den Kleinen vorbereitet haben und wie er in Zukunft wohnen wird. Wenn es einen Züchter null interessiert, wo seine Nachzuchttiere unterkommen, hat das nichts mehr mit einer liebevollen Hobbyzucht zu tun.

Ein Igel ist zwar von Natur aus ein Einzelgänger, freut sich aber bei der Heimtierhaltung über einen Artgenossen.
(manche mehr, manche weniger)
Vergesellschaftung mit gleichgeschlechtlichen Igeln ist bei den Weibchen meist unproblematisch, bei Männchen untereinander kann es doch manchmal schwierg werden. Eine anfängliche Rangordnungsrivalität ist normal, aber sollten die Männchen streiten, bis einer blutet, sollte man sie trennen. Also einfach gut beobachten.

Ein durchgehendes Zusammenhalten von einem Igelpärchen ist ein "no go", das geht echt gar nicht und ist Tierquälerei, da die Tiere permanentem Stress ausgesetzt sind. Das Weibchen wird ständig bedrängt und kann ja nicht flüchten. Laufend gibt es Nachwuchs und irgendwann geht die arme Igeline dann ein.

Sollte man unbedingt züchten wollen, sollte man sich vorher mit den Tieren erstmal auseinander setzen und sie kennen lernen. Man braucht weitere Terrarien, erstmal für Mami und dann weitere, damit man die Jungtiere von der Mama trennen kann. Vor allem die jungen Männchen müssen rechtzeitig raus, da sie sonst mit 7-8 Wochen bereits Mama und Schwestern decken könnten. Weiterhin ist Inzucht unbedingt zu vermeiden.

Man sollte sich das überlegen, nicht das man die ganze Wohnung dann voller Terras stehen hat und man gar keinen Platz mehr für was anderes hat.

Die nächste Überlegung ist dann, wohin mit den Jungen? Auch die WBs sind bereits jetzt regelmässig in Tierheimen und Notfallstationen anzutreffen. 

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